mediation

Immobilien Mediation

Wenn der Haussegen schief hängt.

Der Immobilienbereich birgt bekanntermaßen mächtig Zündstoff. Nicht zuletzt, weil es meist um große Summen geht oder den in Schieflage geratenen Haussegen. Die Konflikte entstehen oft aus einer Kleinigkeit heraus, sei es zwischen Mieter und Vermieter, Bauträger und Immobilienkäufer, Handwerker und Auftraggeber, innerhalb von Erbengemeinschaften oder zwischen Miteigentümern. Der Weg heraus aus einer verfahrenen Situation ist oft langwierig, komplex, kostenintensiv und es menschelt gewaltig.

Als erfahrene Immobilienmediatoren werden wir meist erst hinzugezogen, wenn „das Kind in den Brunnen gefallen“ und die Situation festgefahren ist. Über ausführliche Gespräche mit den betroffenen Parteien finden wir heraus, was die unterschiedlichen Standpunkte ausmacht und was ein gemeinsamer Nenner sein könnte. Unser Ziel ist es dabei, auf beiden Seiten Kompromissbereitschaft auszulösen, um dadurch alte Gräben zuzuschütten und neue Brücken zu bauen.

Bei folgenden Themen unterstützen wir Sie gerne:

  • Erbauseinandersetzung
  • Mietstreitigkeiten
  • Wertauseinandersetzung bei Scheidung
  • Nachbarschaftsstreitigkeiten
  • Konflikte mit Eigentümergemeinschaften
  • Bürgerinteressen gegen Behörden
  • Käufer streiten mit Verkäufer
  • u. v. a.

Wie geht Mediation?

Die Mediation entstand aus der außergerichtlichen Konfliktregelung. Verschiedene Fachbereiche sind hierbei eingeflossen: Ansätze der Konflikt- und der Verhandlungsforschung, des psychologischen Problemlösens, der Psychotherapie sowie der Systemischen Therapie. Weiterhin sind Erkenntnisse aus den Fachgebieten Konflikt- und Kommunikationswissenschaft und der Humanistischen Psychologie eingeflossen. Die Mediation findet etwa seit 1990 in Deutschland Anwendung.

Bei der Mediation ist die Eigenverantwortlichkeit der Konfliktparteien die wichtigste Grundidee. Während der Mediator der Prozessverantwortliche ist, zeichnen sich die Parteien für den Inhalt verantwortlich. Die Erfahrung zeigt, dass die Beteiligten selbst am besten wissen, wie der Konflikt zu lösen ist, aber Unterstützung benötigen auf dem Weg dahin. Der Mediator nimmt dabei in Einzelgesprächen zunächst die Fakten, Bedürfnisse, Interessen, Meinungen, Argumente und Zielvorstellungen der verschiedenen Parteien auf, stellt Fragen und bildet anschließend all diese Informationen in einer Struktur ab. Dabei kann der Mediator auch eigene Lösungsvorschläge machen.

 Was ist das Ziel von Mediation?

Das Ziel der Mediation ist die Lösung eines Konflikts, und das außergerichtlich und einvernehmlich. Dabei werden die Konflikthintergründe der Parteien ausgesprochen und letztendlich eine verbindliche, in die Zukunft gerichtete Vereinbarung der Teilnehmer getroffen. Die Schuldfrage wird bei einer Mediation außer Acht gelassen. Denn im Gegensatz zu einem Gerichtsverfahren, bei dem es nur einen „Gewinner“ gibt, gewinnen bei der Mediation bei Konfliktparteien. Um dies zu erzielen werden auch oft auch Dinge angeboten bzw. mit einbezogen, die nicht direkt mit dem eigentlichen Konflikt zu tun haben, aber dennoch helfen, alle Beteiligten zufrieden zu stellen.

Phasen der Mediation

Je nach Problemstellung und Komplexität kann die Mediation in folgende Phasen unterteilt werden:

  1. Auftragsklärung

Über den Auftrag der Konfliktvermittlung wird eine Mediationsvereinbarung abgeschlossen und das weitere Vorgehen abgestimmt. In einem ersten Gespräch werden dann die Parteien über das Mediationsverfahren informiert, als auch über die Rolle und Haltung des Mediators.

  1. Themensammlung

Der Mediator nimmt dann in Einzelgesprächen zunächst die Fakten, Bedürfnisse, Interessen, Meinungen, Argumente und Zielvorstellungen der verschiedenen Parteien auf, stellt Fragen und bildet anschließend all diese Informationen strukturiert ab.

  1. Positionen und Interessen/Sichtweisen- und Hintergrunderkundung

In der dritten Phase bekommen alle Beteiligten zunächst die Gelegenheit, Ihre Sicht des Konflikts zu erörtern. Sind mehrere Themen strittig, wird zu Beginn geklärt, mit welchem Thema begonnen werden soll. Dann geht es darum, anhand der erlangten Informationen, Daten und Wahrnehmungen auszutauschen. Anschließend stellen die Parteien ihre Wünsche, Bedürfnisse und Interessen dar. Hierbei wird angestrebt, vom geäußerten, vordergründigen Problem zum eigentlichen Kern der Sache vorzudringen. Weiterhin wird festgelegt, unter welchen Bedingungen und Maßstäben aus Sicht der Beteiligten von einer sinnvollen, aber auch gerechten Lösung gesprochen werden kann.

  1. Sammeln und Bewerten von Lösungsoptionen

Die vierte Phase ist die kreative Phase. Im Brainstorming werden dann Lösungsoptionen bewertungsfrei gesammelt und anschließend von den Beteiligten bewertet und verhandelt. In dieser Phase ist die Hauptaufgabe des Mediators, vorschnelles Beschließen von Lösungen zu bremsen, indem er die Frage stellt, ob die gefundene Lösung auch tatsächlich mit den vorher erarbeiteten Kriterien konform gehen. Ob sich die jeweiligen Lösungsoptionen in die Realität umsetzen lassen wird direkt im Anschluss geprüft.

  1. Abschlussvereinbarung

In der sogenannten Abschlussvereinbarung werden die Ergebnisse niedergeschrieben. Konkrete Schritte für das weitere Vorgehen und Fristen für die Umsetzung sind hierbei entscheidend wichtig, um die Nachhaltigkeit sicherzustellen. Auch das Verhalten im zukünftigen Konfliktfall kann hier direkt schriftlich festgezurrt werden.